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Open•Close II / Kunstwerke / Biografie Ke & Su

Open • Close II 
-- Ke Kanfa und Su Bilian

Dauer: 02.04.2010 - 16.04.2010

open cloase II

Ke Panfa

Es ist die Liebe zum Detail, die Kanfa Kes Bilder so anregend bunt und komplex werden lässt. Immer wieder stellt der 1981 in Guangdong geborene Künstler in seinen Werken eine Serie von Gegenständen oder Lebewesen dar, die zusam­men einen Kosmos des Staunens und Erstaunens ergeben. Was suggerieren die Mädchenfiguren mit den vogelfederartigen Stirnfransen im Gesicht, die, wie im Uhrzeigersinn angeordnet, einmal auf ihre Nase, dann auf die Wangen, Ohren und Augen zeigen und deren Kinn- und Mundpartie von Adern und Zellen durchbrochen scheinen? Stadien unterschiedlicher Zeiten könnten gemeint sein, aber welche? Fliegende Symbole im leeren Raum, wie Pinsel, Tuscherohr, Pilze, Augen, chinesische Zeichen und Ähnliches, entstammen dem Alltag an der chinesischen Kunstakademie und bringen die Sehnsucht des Künstlers nach dem einfachen Leben auf dem Universitäts­campus zum Ausdruck. An der Akademie ist alles „normal“, geht seinen gewohnten Gang. Für den Künstler kann jedoch alles „Normale“ fragwürdig, verwunderlich und neu werden. Er ist in jedem Augenblick der Schöpfer von etwas, das so noch nicht da war. Nachdem Ke seinen Malgrund symmetrisch gegliedert hat, verformt Kanfa Ke die Gesichter seiner Figuren durch Dehnun­gen und Zerrungen. Entfernt erinnert das an Picassos Zerlegung der Welt in Einzelteile – und hat doch einen viel verspielteren, transluziden Charakter. Immer wieder probiert der Künstler neue rechteckige Kompositionen aus, spielt zuweilen auch mit Collagen oder versucht, die Materie in seinen Werken zu verdichten. 1981 in Guangdong geboren, war der Künstler auf diversen Ausstellungen und in zahlreichen Museen vor allem in Peking zu sehen, ferner wurde seine Kunst in Hongkong, Shenzhen, New York und Guangzhou ausgestellt.


Su Biliang

Bilian Su malt gerne Menschenfiguren, die auf den ersten Blick einen porträthaften Charakter annehmen und tunkt diese in einen helleren oder düstereren blauen Farbton. In ihren Werken fängt sie die dringende und bedrängende Seite des Lebens ein, die in dahin schmelzendes Blau gebettet, die Tiefe des Meeres mit einer seelischen Traumlandschaft verbinden, in der alles ins Wanken gerät. Ovale, durchscheinende Gesichter und Augen sind markante Merkmale der Künstlerin, und die feine Repräsentation der Stofflichkeit zeigt ihren Ge­schmack und ihre Beherrschung der Pinselführung. Themen wie Geburt, Tod, Fernweh, Sehnsucht und Abschied spiegeln sich beständig in den Gemälden wieder und werden so zu Leitmotiven, die ihr Schaffen beherrschen. Die besondere Kunst Sus besteht darin, den Gedanken und Gefühlen ihre Schwere zu nehmen, ihnen gewissermaßen etwas surreal Leichtes zu geben, das wie Weidenkätzchen durch die Luft fliegt. 1983 in Guangdong geboren, studierte die Künstlerin an der Kunstakademie von Gunagzhou und war auf verschiedenen Ausstellungen in Peking, Shanghai, Hongkong und Guangzhou vertreten.